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Hallstättersee-Schwimm-Marathon

Mittwoch, 29. August 2018, 09:43 Uhr

Hallstättersee-Schwimm-Marathon

2017 gab ich meinen Einstand beim Hallstättersee-Schwimm-Marathon. Damals resümierte ich nach 2:58h im Ziel: Die Zeit ist dennoch für die Premiere gut und nächstes Jahr muss es eben schneller durchschwommen werden; mit dem richtigen Streckenplan im Kopf.

Hallstättersee-Schwimm-Marathon

Der Plan für 2018 war also klar und so stand ich am 04.08 wieder am Start im Strandbad in Untersee. Mit sehr gemischten Gefühlen, denn das Training lief nicht so wie geplant und ich war mir unsicher, ob ein Zeitziel überhaupt sinnig ist. Zum Startschuss stand ich bei drei Schwimmern, die ich von anderen Bewerben kenne und die eigtl. einen Tick schneller schwimmen als ich. Bis zum ersten Landgang, bei ca. km 2,5 in Obersee, wo die erste Verpflegungsstation ist, wollte ich diesem Trio im Wasserschatten folgen und dann sehen, wie es mir geht – ob ich das Tempo verringere oder vielleicht doch dranbleibe. Bis dorthin war es im Wasser sehr unruhig. Dies war aber nicht dem Wetter geschuldet, denn das war, wie es in Österreich dazu heißt: Kaiserwetter. Der See war relativ warm mit teilweise 22Grad und die Sonne schien am strahlendblauen Himmel. Es waren die vielen Mitschwimmer, die für unruhige Verhältnisse sorgten. Es wurde auf einen drauf geschwommen, ich wurde immer wieder leicht abgedrängt. Dennoch merkte man, dass jeder versuchte so gut es ging, Rücksicht zu nehmen. Allein im Wasser hat man nicht immer die Übersicht dazu und die Gruppe war noch groß.

Ich fühlte mich nach dem Landgang noch gut und beschloss, dem Trio weiter zu folgen. Dies gelang mir auch bis zur Wendeboje bei km 4, die die tiefste Stelle des Sees mit ca. 125m markierte. Nach dieser Boje musste man dann den See queren und parallel zum Ufer auf der Hallstätter Seite schwimmen. Die Querung endete an der zweiten Verpflegungsstelle, bei km 5,5, an der sogenannten Wasserbar. Hier konnte man sich vom Wasser aus verpflegen. Ich war immer noch an dem Trio dran und da ich mich gut fühlte, beschloss ich das nun auch komplett durchzuziehen. An der Führungsarbeit wollte ich mich zwar beteiligen, musste aber immer wieder einsehen, wenn ich aus dem Wasserschatten schwamm, dass ich das Tempo vorne nicht übernehmen konnte. Es ging von der Wasserbar dann Richtung Hallstatt weiter, zur letzten Verpflegungsstelle. Kurz vor dieser hielt jedoch der Trupp im Wasser an. Eine Schwimmerin hatte einen Krampf. Was tun? Sie versuchte ihn mit ihrem Man herauszudehnen und schickte uns zu zweit weiter. Widerwillig, aber mangels Alternative, schwammen wir weiter. So kam ich doch noch zur Führungsarbeit bis zur Verpflegungsstelle bei ungefähr km 8. Ab dann hieß es: Nochmals alles geben und ab nach Obertraun schwimmen. Die letzten 2km eben. Nach der Verpflegungsstelle waren wir wieder eine größere Gruppe. Es waren ein paar Staffelschwimmer dabei und andere Schwimmer, die sich entweder länger oder kürzer verpflegten. Das Tempo in der Gruppe wurde angezogen, man sah das Ziel schon. Jetzt galt es die Zähne zusammenzubeißen und nicht die Gruppe verlassen. Noch 500m und das Tempo zog nochmals an. Schwimmer um Schwimmer fiel aus der Gruppe. Ich konnte auf den letzten 300m den Wasserschatten meines Vordermanns auch nicht mehr halten, aber das Ziel war ja nah und so kam ich nach 2:50:47 aus dem Wasser. Eine Zeit, die ich mir am Start nicht hätte träumen lassen. Ich belegte damit Gesamtrang 17 von 159 Finishern in der Allgemeinen Klasse und den 6ten in meiner Altersklasse.

- Timm Jahns -


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