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Zwischenrunde in Blankenloch der ALB-GOLD Triathlonliga

Mittwoch, 11. Juli 2018, 12:02 Uhr

Zwischenrunde in Blankenloch der ALB-GOLD Triathlonliga

„Ich würde den Treffpunkt bzw. Zeit gerne auf 11:15Uhr legen, wenn wir in zwei Wechselzonen einchecken müssen, ok!?“, so schrieb Fabian Bruchmann vier Tage vor dem Wettkampf am vergangenen Sonntag, den 8. Juli. Hätten wir doch dem Rat des erfahrenen Triathleten gefolgt, aber eins nach dem anderen.

Das Erreichen der Zwischenrunde traf die Tricons sehr überraschend, hatten wir mit dem 8. Platz nicht damit gerechnet. Doch die Sonderregelung, dass die zweiten Mannschaften eines Vereins nicht im selben Finale starten dürfen, sorgte dafür, dass wir schließlich auf dem 5. Platz landeten und damit qualifiziert waren.

Positiv überraschend war es auch, dass sich spontan ein Team finden konnte und damit die Chance annahm sich mit dem hohen Leistungsniveau der Besten aus den Landesligen Nord und Süd, sowie den schlechteren aus der BaWü-Liga, zu messen - war dieser zusätzliche Termin doch in keinem Kalender zuvor eingeplant – der Teamspirit stimmte.

Die Auserwählten waren dabei: Philipp Schroth, Manuel Retzbach, Michael Haak, Fabian Bruchmann und Ralf Kempf.

Leider wurde Fabi einen Tag vor dem Wettkampf von einem unachtsamen Autofahrer angefahren, sodass ein Start, trotz verhältnismäßig gutem Ausgang mit keinen langwierigen Verletzungen, nicht mehr möglich war.

Der Veranstalter legte den Start auf 12:45 Uhr, Check-in von 12:00 bis 12:40 Uhr, sollte die ausgemachte Zeit von 11:30 Uhr doch ausreichend erscheinen um gemeinsam die Startunterlagen abzuholen.

Die Anreise zum Austragungsort stellte sich leider als etwas schwierig heraus. So wurden Brückenarbeiten auf der A6 den Anreisenden Micha und Philipp aus Schwäbisch Hall zum Verhängnis, wohingegen Ralf aus Hamburg bereits seit 5 Uhr morgens die linke Spur blockierte, um dennoch erst um 11:50 anzukommen. Lediglich Manu konnte nahezu pünktlich seine Anreise aus dem 50km entfernten Heidelberg bewerkstelligen. Für das Team leider eine Mammutaufgabe, die sicherlich noch etwas an Verbesserungspotential in Sachen Organisation und Zeitmanagement mit sich bringt.

Etwas ungläubig waren nicht nur der Helfer an der Startnummernausgabe, da alle anderen Teams bereits am 3km entfernten See waren, sondern besonders die Helfer beim Check-in in der zweiten Wechselzone als vier völlig orientierungslose Athleten um 12:42 Uhr noch ihre Räder einchecken wollten. Als diesen klar wurde, dass wir es ernst meinten, galt es in Rekordzeit die Schuhe mit Gummis am Rad zu befestigen, Startnummer und Helm abzulegen, als auch das Rad selbst in die vorgesehenen Paletten zu stellen. Der darauffolgende Sprint zum See, wo bereits alle anderen Athleten in Reih und Glied am Ufer standen, sowie die 3km lange Radanfahrt mussten als Warm-up genügen. Die für den zu späten Check-in erhaltene Zeitstrafe wurde bei der Hektik nur beiläufig wahrgenommen.

Viel Zeit für die Aufregung vorm eigentlichen Start blieb glücklicherweise nicht mehr, und so schwammen die Athleten im Zickzack über 750m durch den Stutensee. Philipp konnte dabei sehr stark mithalten und kam bereits als 20. aus dem Wasser, was ihm zum Sprung in eine sehr schnelle Radgruppe verhalf.

Manu folgte als nächster, wurde jedoch bereits bei Kilometer zwei auf der 20km langen Radstrecke hautnaher Zeuge eines heftigen Sturzes mit Knochenbrüchen eines Athleten auf der Gegenfahrbahn. Manu hielt sofort an und leistete Hilfe, koordinierte einen Motorradfahrer und wartete auf den Einsatzwagen vom Roten Kreuz zur ärztlichen Versorgung. An dieser Stelle kann ich nur die Worte des BWTV Sprechers bei der anschließenden Siegerehrung wiederholen. Es ist sehr ehrenwert und nicht selbstverständlich diese Hilfsbereitschaft an den Tag zu legen und dabei sein eigenes Rennen zu vernachlässigen – großes Dankeschön dafür!

Zurück zum Wettkampfverlauf: Philipp lief mit 1:02:41h theoretisch auf den 32. Gesamtplatz, theoretisch deshalb, weil die Zeitstrafe für den späten Check-In nicht in der Penalty-Box abgesessen wurde - disqualifiziert. Ralf stürmte als nächster mit starker Laufzeit auf der 5,5km Strecke im Endspurt mit einem anderen Athleten ebenfalls an dieser vorbei, taucht fälschlicherweise dennoch in der Ergebnisliste als 41. auf. Micha musste der anstrengenden Radfahrt etwas Tribut zollen und lief als 60., Manu, der sein Rennen nach dem Zwischenfall noch finishte, als 62. ein. Ein chaotischer, lustiger und hoffentlich auch lehrreicher Tag ging zu Ende.

Tricons im Ziel


Bisher 1 Kommentar(e) vorhanden:

#1 Matze schrieb am 17.07.2018, 14:55 Uhr:

Möchte mich auf diesem Weg auch nochmals ganz herzlich bei Manuel für seine Hilfe bedanken - er hat mir das Leiden etwas erträglicher gemacht. Wünsche euch allen weiterhin viel Spaß und Erfolg bei euren Rennen ... und natürlich etwas mehr Glück :-).


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